4. April 2024 angelegtwf203

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Spencer will nicht mehr

„Spencer will nicht mehr“ ist die 8. Folge der 1983er Dorfstaffel.

Allgemeine Informationen

Inhalt

(siehe Hauptartikel)

Spencer ist traurig, er hat einen Zuschauerbrief bekommen, in dem er und seine Sendung böse beschimpft werden. Um nun alles besser zu machen, verlangt Spencer von den Quietschbeus, sie sollen sofort ihren Song verändern, streitet sich mit Poldi und legt sich auch noch mit Kasi an. Doch das alles nützt nichts, Spencer bekommt drei weitere Briefe, die sich noch schlimmer anhören. Das ist zuviel für ihn, er geht weg. Niemand kann ihn finden. Wie soll Elvis ohne Spencer zurecht kommen? Wie findet Spencer den Weg zurück ins Studio?

Text: NDR - Länge: 30'

Puppen/Puppenspieler

Spencer Joachim Hall (assistiert von Jürgen Meuter)
Elvis Wilhelm Helmrich
Lexi Lorenz Claussen
Kasimir Herbert Langemann
Nepomuk Horst Lateika
Poldi Friedrich Wollweber
Mona Petra Zieser
Lisa Eva Behrmann
Karl-Heinz Petra Zieser
Karl-Gustav Lorenz Claussen
Karl-Otto Matthias Hirth

Kulissen

(wird ergänzt.)

Songs

Besonderheiten

Um Kritikformen und -fähigkeit geht es in „Spencer will nicht mehr„: Der Gute ist nämlich schwer beleidigt, nachdem er von „Achim aus Ratzeburg“ einen bitterbösen Brief bekommen hat, in dem seine komplette Sendung niedergemacht wird. Zwar schickt ein gewisser Achim aus Buxtehude (!) einen Brief gegenteiligen Inhalts kurz darauf per Rohrpost, was Spencer wieder motiviert, dennoch nimmt er sich die Kritik weiterhin sehr zu Herzen und versucht, seine Sendung entsprechend zu verbessern. Da die Quietschbeus ein Stein des Anstoßes waren, fordert Spencer sie unwirsch auf, „schnell, kurz und knapp„ zu singen, woraufhin diese ihrerseits beleidigt reagieren, Spencer musikalische Kompetenz absprechen und sich gänzlich zu singen weigern. Verhandlungs- und Überzeugungsversuche scheitern, die Band braust auf ihrem Motorrad davon. Spencer versucht, sie einzuholen und erlegt Elvis auf, ihn im Studio zu vertreten. Der verunsicherte, bemitleidenswerte Elvis beginnt zunächst, von seinen Kakteen zu reden, um anschließend eine Stepptanz-Einlage (!) abzuliefern, was irrsinnig komisch ist. Zudem stellt er fest, gar nicht Fingerschnippen zu können, weshalb er verbal mittels „Schnipp!“ zur nächsten Szene überleitet. Spencer raunt derweil auf seiner Tour durchs Dorf mehrere Bewohner an, dieses und jenes müsse sich alles ändern. Die Situation eskaliert jedoch vollends, als die Quietschbeus sich scheinbar bereit erklären, Spencer Anweisungen folge zu leisten, nach ihrem „schnellen, kurzen und knappen„ Song aber gleich drei anonyme beleidigende Briefe identischen Inhalts an Spencer schicken. Spencer, nun völlig am Ende, verlässt das Studio und singt seinerseits ein Lied, in dem er beteuert, keine Lust mehr zu haben. Zurück im Studio kommt ihm die Idee, sich eine neue Identität zu geben und sich zu verkleiden. Als Handwerker Recneps Ollah verrichtet er Hilfsarbeiten im Dorf und bekommt dadurch mit, dass die Bewohner ihren alten Spencer vermissen, wodurch sich letztlich alles wieder zum Guten wendet. Diese vordergründig sehr witzige und damit überaus gelungene Folge zeigt, dass (nicht nur) bei Kritik der Ton die Musik macht und man sich von vereinzelten negativen Meinungen nicht gleich aus dem Konzept bringen lassen sollte - schon gar nicht, wenn das auf Kosten verdienter Freunde und Kollegen geschieht. Somit vermittelt diese Folge wichtige soziale Botschaften, die sowohl im Berufs- als auch im Privatleben vielen Menschen bis heute nicht geläufig zu sein scheinen.

(buxtebrawler über „Spencer will nicht mehr“ in der Online-Filmdatenbank, März 2020)

Kultiges

  • Dies ist die zweite Folge, in der Elvis zuerst die Zuschauer begrüßt. Auch später in der Folge vertritt er Spencer wieder und die Tatsache, dass nur Spencer schnipsen kann, wird erneut zum Problem.
  • Spencer bekommt zu Beginn einen bösen Brief von einem Achim aus Ratzeburg und danach einen positiven Brief von einem Achim aus Buxtehude. Beide Orte liegen im NDR-Sendegebiet und in der Nähe des Produktionsstandortes Hamburg. Der Name Achim bezieht sich wahrscheinlich auf Spencers Puppenspieler Joachim Hall.
  • Mona und Lisa imitieren mit ihrem Ruf „Hallo Spencer!“ die Knetmännchen aus dem Vorspann.
  • Die Lichtschlange der Quietschbeus ist kaputt. Karl-Gustav berührt sie am Anfang der Szene, wozu sich der Stab mit dem sein rechter Arm geführt wird vor der Deko befinden muss. Da der Puppenspieler ihn aber nicht mehr dahinter bekommt, ohne die Szene zu schneiden, bleibt sein Arm den gesamten Song über an der Deko angelehnt.
  • Man lernt in dieser Folge, das Spencer anscheinend Handwerklich begabt ist und als Elektriker sowohl Nepomuks Lampe, als auch die Lichtschlange der Quietschbeus reparieren kann. Über Elvis erfährt man, dass er Stepptanzen kann.
  • 12 Minuten dieser Folge wurden unbearbeitet in der Folge 261 Gedankenspaziergang der 2000er Puppenwerkstatt-Staffel wiederverwendet.
  • Im November 2012 wurde die Folge genau wie die Episoden 37, 39-45 und 47 der 1983er Dorfstaffel auf DVD veröffentlicht.2)

Zitate

  • Elvis: „Hallo Leute. Na, dann werd' ich euch mal unterhalten.“
  • Spencer: „Na, Elvis, Leute, jetzt kommt aber der Frühling, was? Jetzt kommt Balsam auf die Wunden. Na endlich wird Spencer rehabilitiert.“
  • Elvis: „Spencer, wo bist du!? Spencer ist weg. Ich muss ihn suchen gehen, aber ich darf das Studio nicht verlassen. Vielleicht ist er im Wald und will sich was antun! In dem Fall, doch!“
  • Kasi: „Recneps, den Namen muss man sich merken. Den werde ich Spencer empfehlen.“

Weiterführende Artikel

1)
erste Wiederholung am 20.04.1984 auf NDR/RB/SFB, sowie auf WDR