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„Spencer will nicht mehr“ ist die 8. Folge der 1983er Dorfstaffel.
(siehe Hauptartikel)
Spencer ist traurig, er hat einen Zuschauerbrief bekommen, in dem er und seine Sendung böse beschimpft werden. Um nun alles besser zu machen, verlangt Spencer von den Quietschbeus, sie sollen sofort ihren Song verändern, streitet sich mit Poldi und legt sich auch noch mit Kasi an. Doch das alles nützt nichts, Spencer bekommt drei weitere Briefe, die sich noch schlimmer anhören. Das ist zuviel für ihn, er geht weg. Niemand kann ihn finden. Wie soll Elvis ohne Spencer zurecht kommen? Wie findet Spencer den Weg zurück ins Studio?
Text: NDR - Länge: 30'
Spencer | Joachim Hall (assistiert von Jürgen Meuter) |
Elvis | Wilhelm Helmrich |
Lexi | Lorenz Claussen |
Kasimir | Herbert Langemann |
Nepomuk | Horst Lateika |
Poldi | Friedrich Wollweber |
Mona | Petra Zieser |
Lisa | Eva Behrmann |
Karl-Heinz | Petra Zieser |
Karl-Gustav | Lorenz Claussen |
Karl-Otto | Matthias Hirth |
(wird ergänzt.)
Um Kritikformen und -fähigkeit geht es in „Spencer will nicht mehr„: Der Gute ist nämlich schwer beleidigt, nachdem er von „Achim aus Ratzeburg“ einen bitterbösen Brief bekommen hat, in dem seine komplette Sendung niedergemacht wird. Zwar schickt ein gewisser Achim aus Buxtehude (!) einen Brief gegenteiligen Inhalts kurz darauf per Rohrpost, was Spencer wieder motiviert, dennoch nimmt er sich die Kritik weiterhin sehr zu Herzen und versucht, seine Sendung entsprechend zu verbessern. Da die Quietschbeus ein Stein des Anstoßes waren, fordert Spencer sie unwirsch auf, „schnell, kurz und knapp„ zu singen, woraufhin diese ihrerseits beleidigt reagieren, Spencer musikalische Kompetenz absprechen und sich gänzlich zu singen weigern. Verhandlungs- und Überzeugungsversuche scheitern, die Band braust auf ihrem Motorrad davon. Spencer versucht, sie einzuholen und erlegt Elvis auf, ihn im Studio zu vertreten. Der verunsicherte, bemitleidenswerte Elvis beginnt zunächst, von seinen Kakteen zu reden, um anschließend eine Stepptanz-Einlage (!) abzuliefern, was irrsinnig komisch ist. Zudem stellt er fest, gar nicht Fingerschnippen zu können, weshalb er verbal mittels „Schnipp!“ zur nächsten Szene überleitet. Spencer raunt derweil auf seiner Tour durchs Dorf mehrere Bewohner an, dieses und jenes müsse sich alles ändern. Die Situation eskaliert jedoch vollends, als die Quietschbeus sich scheinbar bereit erklären, Spencer Anweisungen folge zu leisten, nach ihrem „schnellen, kurzen und knappen„ Song aber gleich drei anonyme beleidigende Briefe identischen Inhalts an Spencer schicken. Spencer, nun völlig am Ende, verlässt das Studio und singt seinerseits ein Lied, in dem er beteuert, keine Lust mehr zu haben. Zurück im Studio kommt ihm die Idee, sich eine neue Identität zu geben und sich zu verkleiden. Als Handwerker Recneps Ollah verrichtet er Hilfsarbeiten im Dorf und bekommt dadurch mit, dass die Bewohner ihren alten Spencer vermissen, wodurch sich letztlich alles wieder zum Guten wendet. Diese vordergründig sehr witzige und damit überaus gelungene Folge zeigt, dass (nicht nur) bei Kritik der Ton die Musik macht und man sich von vereinzelten negativen Meinungen nicht gleich aus dem Konzept bringen lassen sollte - schon gar nicht, wenn das auf Kosten verdienter Freunde und Kollegen geschieht. Somit vermittelt diese Folge wichtige soziale Botschaften, die sowohl im Berufs- als auch im Privatleben vielen Menschen bis heute nicht geläufig zu sein scheinen.
(buxtebrawler über „Spencer will nicht mehr“ in der Online-Filmdatenbank, März 2020)