„Die Höhlenkinder“ ist eine ursprünglich 12-teilige Fernsehserie des Regisseurs Peter Podehl nach dem gleichnamigen Roman von Alois Theodor Sonnleitner, die ab dem 5. November 1962 im Westdeutschen Rundfunk erstausgestrahlt wurde. Gesendet wurde die Serie zunächst in zehn Episoden, wofür die erste und zweite, sowie die dritte und vierte Folge vom Sender zusammengeschnitten wurden. Es handelt sich um eine der ersten Kinder- und Jugendserien im deutschen Fernsehen überhaupt und gilt inzwischen als Klassiker. Produziert wurde sie im Jahr 1961 von der Produktionsfirma Schongerfilm, mit welcher Podehl zuvor bereits erfolgreich an Kinoproduktionen wie zB. Der Wolf und die sieben Geißlein zusammenarbeitete.
Die eigentlich im 17. Jahrhundert angesiedelte Handlung der Romanvorlage wurde von Podehl auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs übertragen. Überhaupt handelt es sich um eine sehr freie Adaption von Sonnleitners Roman: Die titelgebenden Waisenkinder Eva und Peter wurden als gleichgestellte, solidarische Charaktere dargestellt, die sich gegenseitig helfen und anerkennen. Inhaltlichen Fokus legten die Drehbücher von Podehl und Uli Schonger dabei auf die Überlebenskünste der Kinder im „Heimlichen Grund“, in einem abgeschlossenen Gebirgstal. Peter Podehls Tochter Claudia spielte die Hauptrolle der Eva.
Die Waisenkinder Peter (Götz Burger) und Eva (Claudia Podehl) fliehen vor dem Zweiten Weltkrieg. Sie wollen in einer Höhle in den Bergen, im „Heimlichen Grund“, das Kriegsende abwarten. Für den Großvater (Erik Jelde) ist der Weg zu beschwerlich: Er stirbt. Doch vorher hat er den Kindern den Weg aufgezeichnet. Sie finden die Höhle und richten sich darin ein, doch den Winter zu überleben wird hart. Im Herbst 1944 verirrt sich Soldat Max (K. E. Ludwig) in den „Heimlichen Grund“. Die Kinder nehmen ihn auf. Als sie vom Ende des Krieges erfahren, machen sich die drei auf den Rückweg.
Text: Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier1)
(wird erweitert)
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